Wie alles begann:

Einladung zur Gründungsbesprechung:

Waldbrunn-Hintermeilingen, den 31.01.1980

Schutz den Vögeln unserer Heimat

Verehrte Freunde, einige Gleichgesinnte wollen diese mahnende Bitte in die Tat umsetzen.

Zu diesem Zweck wollen wir uns am 29. Februar 1980 treffen und eine Vogelschutzgruppe, im Verband –Deutscher Bund für Vogelschutz e.V.- gründen.

Bitte unterstützen Sie unser Vorhaben und helfen Sie uns bei dieser wichtigen Aufgabe.

Das noch bestehende Leben in unserer Natur ist auch unser Leben.

Kommen Sie bitte am 29. Februar 1980 um 20.00 Uhr zu der Gründungs­­be­sprechung bei Herrn Reinhold Jeuck, Jagdhütte am Spitzberg.

gez. Alfons Meilinger

gez. Heinz Gröschen

Am 14. März 1980 nach der Gründungs­besprechung vom 29. Februar 1980 treffen sich in der Jagdhütte von Reinhold Jeuck in Hintermeilingen 18 Vogel- und Natur­freunde und gründen die Vogelschutzgruppe Waldbrunn-Hintermeilingen.


Die Gründer:

Dieter Abel, Johann Gogol, Heinz Gröschen, Michael Hofmann, Peter Hofmann, Willi Hofmann, Dieter Jeuck, Reinhold Jeuck, Werner Jeuck, Hans-Albert Kleebach, Norbert Kleebach, Hans-Josef Lang, Alfons Meilinger, Hans Schaffer, Alfred Sehr, Hubert Schäfer, Heribert Wagner, Lothar Wieberg


Der erste Vorstand:

Unter der Leitung des anwesenden Kreisvorsitzenden Dieter Stahl  wird der erste Vorstand der neu gegründeten Vogelschutzgruppe gewählt:

I. Vorsitzender Alfons Meilinger
II. Vorsitzender Heinz Gröschen
Kassierer Lothar Wieberg
Schriftführer Dieter Jeuck, Hans-Josef Lang
Vogelwart Norbert Kleebach
Beisitzer Heribert Wagner
Vogel


Der Grund:

Die Gründung der Vogelschutzgruppe geht auf die Initiative von Heinz Gröschen und des inzwischen ver­storbenen Alfons Meilinger zurück.

Kreisverbandsvorsitzender Dieter Stahl und Vorstandsmitglied Ludwig Engelhardt referieren in der Gründungsversammlung über die Wichtigkeit von aktivem, praktischem Vogelschutz in der heutigen Zeit und weisen anhand der ’Roten Liste’ auf die bestands­bedrohten Vogelarten Hessens hin.

Nicht nur die Vogel­welt ist bedroht, sondern auch Lurch- und Kriechtierarten, Pflanzen und Säugetiere. Die Situation unserer Umwelt und Mitlebe­wesen geht jeden an, denn sauberes Wasser, saubere Luft, gesunder Boden und gesunde Nahrung sind die Grundlagen unserer Existenz.

Vogel- und Naturschutz bedeutet in der heutigen Zeit schutzwürdige Gebiete zu schaffen und zu sichern, um die Lebensräume für bedrohte Tiere und Pflanzen zu erhalten.

Beim Naturschutz geht es um keine Ideologie, sondern um die Schicksalsfrage für die Lebewesen dieser Erde, zu denen auch der Mensch gehört.

Gründungsmitglieder des NABU Waldbrunn/Ww

Gründungsmitglieder bei der Feier zum 20-jährigen Bestehen der Vogel­schutz­gruppe am 29. Februar 2000. Von links: Alfred Sehr, Heribert Wagner, Heinz Gröschen, Hans-Josef Lang, Reinhold Jeuck, Werner Jeuck, Lothar Wieberg, Norbert Kleebach, Hubert Schäfer, Willi Hofmann


Der Vorstand des NABU Waldbrunn e.V. im Festjahr 2005

Vorstand des NABU Waldbrunn/Ww 2005

Hinten von links: Holger Blumenau (Beisitzer), Alfred Bausch (Jugendwart), Gerd Arnold (1. Vorsitzender), Hans-Josef Lang (Schriftführer), Jürgen Wolf (Kassierer), Herbert Arnold (2. Vorsitzender)
Vorn von links: Volker Walther (Beisitzer), Hans-Josef Wagner (Ameisen- und Fledermauswart), Heinz Gröschen (Beisitzer), Michaela Mons (2. Kassiererin).
Es fehlt: Georg Geis (Beisitzer)

Die Ortsgruppe im NABU:

Logo NABU Waldbrunn sw

Bei der Gründung im Jahr 1980 schließt sich der Verein dem ’Deutschen Bund für Vogel­schutz’ – Verband für Natur- und Umwelt­schutz – als Ortsgruppe Hinter­meilingen im Landes­verband Hessen e.V. an.

Der Deutsche Bund für Vogelschutz wurde 1899 als ’Bund für Vogelschutz’(BfV) gegründet und 1965 in ’Deutscher Bund für Vogelschutz’ (DBV) umbenannt und in Landes­verbände unter­gliedert.

Im Jahr 1990 findet der Zusammen­schluß mit den in der ehemaligen DDR neu ge­gründeten Landes­verbänden und die Namens­änderung zum ’Naturschutzbund Deutschland’ (NABU) statt. Die  Vogel­schutz­gruppe führt nun den Namen ’Ortsgruppe Hintermeilingen im Landes­verband Hessen e.V. des Naturschutzbundes Deutschland – Verband für Natur- und Umwelt­schutz –’ und die Satzung des NABU.

Im Jahr 1993 gibt sich die Ortsgruppe Hintermeilingen eine eigene Satzung als ein­ge­tragener Verein, in der sie die Satzung des NABU anerkennt. Damit hat der Verein jetzt die Möglichkeit, Mitglieder aufzunehmen, die nicht sogleich auch Mitglied im NABU sind und der Verein kann selbständig naturnahe Flächen erwerben. Die neue Satzung wird am 13.02.1993 von der Mitglieder­ver­sammlung beschlossen und tritt am 30.3.1993 in Kraft.

Der Verein wird eingetragen als ’Verein Naturschutzbund Deutschland e.V. – Ortsgruppe Waldbrunn-Hintermeilingen (ehemals DBV)’. Das Ver­eins­­symbol ist das Logo des NABU mit dem Weißstorch als Wappentier.

Der NABU:

Wasser, Luft und Boden sind verschmutzt, der Klima­kollaps droht und das Arten­sterben hat gigantische Aus­maße angenommen. Der NABU möchte Menschen dafür be­geistern, sich durch gemein­schaft­liches Handeln für den Erhalt der Natur einzusetzen.

Auch kommende Generationen sollen eine Erde vorfinden, die lebens­wert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser und gesunde Böden verfügt.

Natur bewahren und Zukunft sichern kann niemand allein be­wältigen. Deshalb versuchen beim Naturschutzbund Deutschland, Mit­glieder und Förderer gemeinsam dieses Ziel durch vielfältiges Engagement zu erreichen. Dabei steht konkreter Naturschutz vor Ort genauso auf dem Programm wie wissenschaftliche Forschung, politisches Engagement, Umwelt­bildung und Öffent­lich­keitsarbeit. Hinzu kommen die vielfältigen Gespräche mit Wirtschaft, Politik und gesell­schaftlichen Interessen­gruppen, in denen der NABU sich für die Natur einsetzt. Da Umwelt­schutz nicht vor Grenzen halt machen darf, wird auch inter­national zusammen­gearbeitet. 1994 betreut der NABU 23 Natur­schutz­­projekte in 13 Ländern.


Nisthilfen für unsere bedrohten Vogelarten:

Eine der ersten Arbeiten der neu gegründeten Vogel­schutz­gruppe besteht in dem Bau und dem Ausbringen von Nisthilfen für Höhlen­brüter und dem Anfertigen von Futter­häusern für die Winterfütterung. Außer den herkömmlichen Nistkästen für Meisen werden spezielle Kästen für Baumläufer, Wasseramsel, Hohltaube, Waldkauz, Steinkauz, Schleiereule und Fledermaus gebaut.

Besonders erfolgreich ist man beim Anbringen von Nisthilfen in Wohn­häusern, Scheunen und Kirchen für die im Bestand be­drohte Schleier­eule. Durch das Be­sei­tig­en von alten Häusern und Scheunen und das Aussperren der Schleiereulen aus Kirch­türmen durch Verschließen der Luken werden den Eulen immer mehr Schlupf­winkel und Brut­möglich­keiten genommen. Allein im Jahr 2001 konnten in Hintermeilingen 16 junge Schleiereulen ge­zählt werden, die alle flügge wurden. Der Bestand der Schleier­eulen kann Dank der künst­lich­en Nisthilfen vorläufig als gesichert gelten.

Mittlerweile betreut die NABU Ortsgruppe Waldbrunn 320 Nistkästen, die all jährlich kontrolliert, gereinigt und falls erforderlich ersetzt werden.

Fütterungsszene in einer hinten aufgeklappten Nisthilfe für Schleiereulen Fütterungsszene in einer hinten aufgeklappten Nisthilfe für Schleiereulen
Gerhard Lang und Willi Hofmann mit selbstgebauten Nistkästen und Futterhaus Gerhard Lang und Willi Hofmann mit selbstgebauten Nistkästen und Futterhaus
Der Erste Vorsitzende Gerd Arnold beim Reinigen eines Nistkasten Der Erste Vorsitzende Gerd Arnold beim Reinigen eines Nistkasten


Wiederinbetriebnahme des Steinbruchs ’Auf der Lay’:

Im Jahr 1978 wird bekannt, dass die Fa. Basalt Union Ellar GmbH die Wiederin­be­trieb­nahme des Steinbruchs 'Auf der Lay' in der Gemarkung Ellar mit einer Brecher- und Bitumen­misch­anlage plant. Der stillgelegte Steinbruch liegt in unmittelbarer Nähe zum Natur­schutz­gebiet 'Heidenhäuschen'.

Im Jahr 1981 wird die Vogelschutz­gruppe aktiv und wendet sich in einer Stellung­nahme an die Gremien der Gemeinde Waldbrunn mit der ab­schließenden Bitte, eine Wieder­inbetriebnahme des Steinbruchs ab­zulehnen.

Letztlich gelingt es den Initiativen der örtlichen Vereine und regionalen Verbände die Wiederinbetriebnahme zu verhindern und damit eine Gefährdung für das Natur­schutz­gebiet ’Heidenhäuschen’ und den umliegenden Wald abzuwenden.


Keine Wiederaufbereitungsanlage im Westerwald und anderswo!

Keine Wiederaufarbeitungsanlage im Westerwald

Diese Überschrift wird bei vielen die Erinnerung wecken an die hiesige Bürger­bewegung Anfang der 80-iger Jahre gegen den geplanten Bau einer Wieder­auf­arbeitungs­anlage von Kern­brenn­stoffen in Meren­berg/Waldbrunn.

Am 2.12.1981 wird von der Deutschen Ge­sell­schaft für Wieder­auf­arbeit­ung von Kern­brenn­stoffen mbH (DWK) im Rahmen des Vorauswahl­ver­fahrens neben Wangers­­hausen im Landkreis Waldeck-Frankenberg auch Merenberg/Waldbrunn (Ortsteil Lahr)  im  Landkreis Limburg-Weilburg als möglicher Standort für eine Wiederaufbereitungsanlage benannt.

Bei der Entsorgung der ausgedienten Brennelemente der Kernkraftwerke wird durch die Wiederaufarbeitung das noch zu einem großen Teil vorhandene Uran zusammen mit dem neu entstandenen Plutonium als neuer Brennstoff wiedergewonnen. Die übrig­bleibenden radioaktiven Abfälle werden in einem Salzstock endgelagert.

Für die geplante Wiederaufbereitungsanlage sind ein Jahresdurchsatz von 350t bestrahltem Kernbrennstoff und Bau­kosten in Höhe von 4 Mrd. DM ver­anschlagt. Für die be­nötigten 150 ha Anlagen­fläche sollen 100 ha Hochwald ab­ge­holzt werden. Der Probebetrieb der Anlage ist für 1992 und die endgültige Inbetriebnahme für 1993/94 geplant.

In der Region bildet sich die Bürgerinitiative Merenberg/Waldbrunn gegen eine Wieder­auf­arbeitungs­anlage im Wester­wald und anderswo, in der auch viele Mitglieder der Vogel­schutz­­gruppe aktiv mitwirken. Am 27. Februar 1982 findet in Limburg eine Demonstration gegen den geplanten Bau der Wiederaufbereitungsanlage mit ca. 200 Traktoren und 8000 Menschen statt.


Am 20.7.1982 entscheidet die Hess. Landesregierung keine Wieder­auf­arbeitungs­anlage in Merenberg/Wald­brunn zu ge­nehmigen.

Das von der Atomkraft eine tödliche Gefahr für Mensch und Umwelt ausgeht, zeigt uns das Reaktorunglück von Tschernobyl im Jahr 1986, dessen Folgen heute noch nicht absehbar sind.


Naturschutzgebiet ’Tongruben von Hintermeilingen’, ehemals Tongruben Maria:

Naturschutzgebiet ’Tongruben von Hintermeilingen’, Tongrube Maria

Als Grubenleiter der ’Tongrube Maria’ setzt sich der langjährige Erste Vorsitzende der Vogelschutzgruppe Heinz Gröschen besonders bei der Re­kulti­vier­ung des ab­ge­bauten Ton­geländes ein.

Im Jahr 1982 erhält die Fa. Gail AG beim bundes­weiten Wettbewerb 'Industrie und Handwerk im Städtebau' die Gold­plakette und eine Sonderaus­zeichnung für muster­gültige Rekultivierung und Herstellung natur­naher Biotope. Bereits  bei der  Preis­ver­leihung wird darauf hingewiesen, daß eine langfristige Sicherung als Natur­schutz­ge­biet dringend geboten scheint.

Am 9. September 1985 wird das Kern­gebiet der 'Tongrube Maria’ zum Natur­schutz­gebiet erklärt. Sollte noch in den 70-iger Jahren hier eine Camping-, Freizeit- und Naherholungsanlage entstehen, wird mit der Aus­weis­ung zum Natur­schutz­gebiet dieses ökologisch wert­volle Gebiet endgültig im Sinne der Natur sicher­gestellt und die Arbeit von Heinz Gröschen gewürdigt.

Das Gebiet ist durch mehrere Teiche und Kleinsttümpel ge­kenn­zeichnet, die einer Viel­zahl seltener und be­stands­be­drohter Amphibien- und Vogelarten einen geeigneten Lebens­raum bieten. Darüber hinaus weist das Ton­gruben­gelände einen auffallenden Arten­reichtum an seltenen und vom Aus­sterben bedrohten Pflanzen auf.

Die Vogel­schutzgruppe führt regelmäßig anfallende Pflegearbeiten im Natur­schutz­gebiet durch.


Radwanderweg ehemalige Kerkerbachbahntrasse:

Im Jahr 1985 plant die Gemeinde Waldbrunn, den ehemaligen Kerker­bach­bahndamm in ihrer Gemarkung als Radwanderweg auszubauen. Von der Schlag­mühle aus­gehend soll die ganze Trasse geteert werden. Zusammen mit anderen Naturschutzverbänden wie HGON, BUND, Landes­jagd­verband, Westerwaldverein und Schutzgemein­schaft Deutscher Wald wendet sich die DBV Ortsgruppe Hintermeilingen gegen dieses geplante Vorhaben der Gemeinde. Der Bahndamm erfüllt seit mehr als 30 Jahren eine wichtige ökologische Funktion als Rückzugs­gebiet verschiedenster Pflanzen- und Tierarten.

In Absprache mit der Gemeinde wird ein Kompromißvorschlag ausgearbeitet und erreicht, daß ein Teilstück der ehemaligen Gleistrasse der Kerkerbachbahn ausgehend vom Lahrer Grillplatz bis zum Orts­rand Hintermeilingen unberührt bleibt und auf eine Teer­be­festigung von der Schlagmühle bis zur Hinter­meilinger Kirche ver­zichtet wird.

Ein Teil des wertvollen Heckenbiotopes in der Nähe des Lahrer Grillplatzes ist mittler­weile im Besitz der Vogelschutz­gruppe.

„Muß das sein ?“ – Betontrasse im Honigwald, veranlaßt durch Gemeindevertreterbeschluß in 1985 Betontrasse im Honigwald


Kahlschlag unter Hochspannungsleitung:

Auf Anregung der Vogelschutzgruppe Hintermeilingen setzt sich Landrat Georg Würmeling im Frühjahr 1988 bei den Main-Kraftwerken erfolgreich für eine ökologisch sinnvolle Pflege von Waldschneisen im Bereich der Hochspannungstrassen ein. Die MKW als zuständige Stelle will künftig bei bevorstehenden Freischneid­arbeiten in Waldschneisen die jeweilige Forstbehörde und Gemeinde sowie die Untere Naturschutz­behörde  des Kreises davon in Kenntnis setzen, damit eine aus Sicht des Natur­schutzes sinnvolle Pflege durchgeführt werden kann. Wald­schneisen im Bereich der Hochspannungsleitungen haben einen hohen öko­logischen Stellenwert. In der Vergangenheit ging durch einen radikalen Kahl­schlag der Nistplatz der Vögel immer wieder verloren.

Die Vogelschutzgruppe hat vorgeschlagen, diese Flächen längsseitig in zwei Perioden ab­zuschlagen und Gruppen von wertvollen Kleingehölzen stehen zu lassen. Außerdem soll das anfallende Reisig nicht wie bisher verbrannt, sondern an den Rändern aufgeschichtet werden.

Kahlschlag am Spitzberg in der Gemarkung Hintermeilingen im Februar 1987

Kahlschlag am Spitzberg


Feier zum 10-jährigen Bestehen:

Mit einer Jubiläumsfeier in der Mehrzweckhalle in Hintermeilingen begeht die Vogel­schutz­gruppe Waldbrunn am 10. Juni 1990 ihr zehnjähriges Bestehen. Das Vogel­schutz viel mehr sein kann und will, als das Aufhängen von Nistkästen und Winterfütterung, betont der Erste Vorsitzende des Vereins, Heinz Gröschen. „Wir verstehen uns als unabhängiger Verband, der die ganze Breite des Natur- und Umwelt­schutzes wahr­nimmt“, verdeutlicht er die umfassende Zielsetzung des Deutschen Bundes für Vogel­schutz.

In der 5 Tage dauernden Ausstellung der Ortsgruppe können sich zahlreiche Besucher und Ehrengäste davon  über­zeugen. Die Austellung gibt einen informativen Einblick in die Arbeit und Ziel­setzung der Vogelschützer mit Aufklärung und Anregungen zum Natur­schutz vor der Haustür mit Themen wie Anlage und Nützlichkeit von Obstwiesen, Ameisenschutz im Kreis Limburg, Eindämmung von Schad­stoff­emission und vielem mehr.

Das große Engagement der Vogelschutzgruppe hebt Karl-Winfried Seif hervor, der für den verhinderten Hessischen Umweltminister Karlheinz Weimar gratulierte. Für diesen großen Einsatz für Natur und Umwelt sei nicht nur den Vereinsmitgliedern, sondern besonders dem ehren­amtlichen Vorstand zu danken. Die Verdienste von Heinz Gröschen unterstreicht der Vorsitzende der Naturland­stiftung Limburg-Weilburg, Dr. Gerhard Mohr.

Der Erste Beigeordnete der Gemeinde Waldbrunn, Günther Mink führt aus, daß der Verein es seit seinem Bestehen geschafft habe, in vorbildlicher Weise seine Ansprüche und Ziele in die Tat umzusetzen.

Für die Hintermeilinger Ortsvereine gratuliert Dr. Heinrich May. Bei der Anpflanz­aktion der Hintermeilinger Vogelschützer im Herbst will jeder Verein zum Zeichen der Verbundenheit einen Baum pflanzen.

Baumpflazung zum 10 Jährigen Bestehen des NABU Waldbrunn/Ww e.V

Die Vertreter der Ortsvereine bei der Pflanzaktion von Hochstamm Obstbäumen am 16. März 1991  Von links: KAB Georg Schmidt, Sängerchor Heinz Bastian und Willibald Blum, Waldhof­bomber Norbert Kleebach, SVH Willi Hofmann, VVH Johannes Kilian, NABU Andreas und Alfred Bausch, Feuerwehr Peter Gröschen, Gymnastikverein Elfriede Hombach und Marlies Knapp, Frauengemeinschaft Margret Bauer, CDU Achim Henk, NABU Vorsitzender Heinz Gröschen. Nicht auf dem Bild sind SPD, Angelverein und TTC.


’Naturschutz aktuell’ – Infoblatt der Vogelschutzgruppe:

Im November 1991 erscheint die erste Ausgabe von ’Naturschutz aktuell’, dem Info­blatt für die Mitglieder der Vogel­schutzgruppe. Herausgeber ist der damalige Kassierer und spätere Erste Vorsitzende Lothar Wieberg mit Familie.

Als von einigen Mitgliedern die Forderung nach mehr Information über den Verein und seine Arbeit gestellt wird, entsteht die Idee zu diesem Infoblatt. Geplant ist eine viermal im Jahr erscheinende Ausgabe von ’Naturschutz aktuell’. Im Juni 1997 übernehmen Gerd Arnold und Herbert Arnold die Gestaltung des Mit­teilungs­blattes, das mittlerweile die Ausgabe 55 erreicht hat.

Veröffentlicht werden aktuelle Themen, wichtige Ver­eins­termine und Beiträge über Natur- und Vogelschutz. In Erinnerung bleibt auch die Zeichenserie ’Wieberg’s Tierleben – Galerie sehr selten gewordener Lebewesen’ - von Thomas Wieberg.

Tittelblatt der ersten Auflage von: NABU aktuell

seltene Blaumeise

Titelblatt der ersten Ausgabe von ’Naturschutz aktuell’  und eine seltene ’Blaumeise’ gesehen von Thomas Wieberg


Pflanzarbeiten auf dem Hintermeilinger Friedhof:

Auf Anfrage der Gemeinde erklärt sich die Vogelschutzgruppe im Frühjahr 1992 bereit, die Erweiterungs­fläche des Friedhofs in Hintermeilingen mit Bäumen, Sträuchern und weiteren Pflanzen neu zu gestalten.

Fast 300 Stunden sind für die Planung und Durchführung der Pflanz­arbeiten er­forder­­lich, die Mitglieder der Vogel­schutz­gruppe unter Leitung des Ersten Vor­sitzenden Heinz Gröschen ehren­amtlich aus­führen.

Bürgermeister Lothar Blättel bedankt sich bei der Übergabe im Mai 1992 im Namen der Gemeinde bei der Vogel­schutzgruppe, durch deren Mithilfe erhebliche Haushalts­mittel eingespart werden konnten.

Pflanzarbeiten auf dem Hintermeilinger Friedhof im Frühjahr 1992 Pflanzarbeiten auf dem Hintermeilinger Friedhof im Frühjahr 1992


Steinbruch ’Füllburg’:

Geburtshelferkröte

Als die Vogelschutzgruppe im Juni 1994 aus der Presse erfährt, daß der ehemalige Stein­bruch ’Füllburg’ in der Gemarkung Lahr an einen Privatmann als Angelteich verpachtet werden soll, wendet sich der Verein ganz entschieden gegen dieses Vorhaben.

Bei dem betreffenden Gelände handelt es sich um ein abseits im Wald gelegenes nahezu unberührtes Gewässer mit häufigem Vorkommen der seltenen Geburts­helfer­kröte und Gelbbauch­unke. Durch einen Fischbesatz würde das Nach­wachsen der Krötenbrut unmöglich gemacht, weil der Laich selbst für Fried­fische ein sehr beliebtes Futter ist.

Die Gemeindevertretung beschließt daraufhin, das Gelände nicht zu verpachten.


Bildstock ’Fritze Foußfall’:

Bildstock ’Fritze Foußfall’

Am Freitag, den 24. Juni 1994 wird der Bild­stock ’Fritze Foußfall’ an der Straße zwischen Hintermeilingen und Lahr unter Be­teiligung vieler Waldbrunner Bürger neu ein­gesegnet.


Mitglieder der Vogelschutzgruppe haben diesen Bildstock in vielen Arbeitsstunden restauriert, damit ein wertvoller Zeitzeuge unserer Heimat­geschichte der Nachwelt erhalten bleibt.


Der Bildstock ist nach dem Ersten Weltkrieg von einer Mutter gestiftet worden aus Dank­bar­keit, das ihre vier Söhne unversehrt aus dem Krieg nach Hause gekommen waren.


Aktion ’Honigwald’:

Im Frühjahr 1995 stellt die Vogel­schutzgruppe an die Gemeinde Waldbrunn als Eigentümer des Honig­waldes den Antrag, den Honigwald aus der forstwirtschaft­lichen Nutzung heraus­zu­nehmen und in seiner jetzigen Form zu erhalten.

Ständig zunehmende Kritik aus der Bevölkerung an den Holz­einschlags­arbeiten haben zu dieser Forderung geführt. Durch seine Lage ist dieser fast 200 Jahre alte Buchen- und Eichen­hochwald prägend für alle Waldbrunner Orts­teile und ein her­aus­­ragender Nah­erholungswald.

In der Gemeindevertretersitzung am 15. September 1995 steht folgender Antrag zur Abstimmung: ’Der Hochwaldbestand des Honig­waldes wird zunächst für einen Zeit­raum von fünf Jahren aus der forst­wirt­schaftlichen Nutzung herausgenommen und in seiner jetzigen Form erhalten.’

In einem Kompromiß beschließen die Gemeinde­vertreter, den Hoch­waldbestand bis zur Festsetzung des neuen Forst­ein­richtungs­­werkes in zwei Jahren aus der forst­wirt­schaft­lichen Nutzung heraus­zu­nehmen.

Bei der Neueinrichtung des Forsteinrichtungswerkes in 1997 beantragt die Orts­gruppe 1.5-2.0 ha Buchen- und Eichen­hoch­wald des Honigwaldes als ’Naturwald­parzelle' auszuweisen und ein Waldgebiet im Bereich des Steinbruchs Lay in Ellar als Trocken­standort zu berücksichtigen. Für das in 1998 auf­ge­stellte Forst­ein­richtungs­werk kann eine gänzliche Heraus­nahme des Honigwaldes aus der Nutzung nicht erreicht werden, einzig die weniger genutzte Fläche wird erweitert.

Das von der Orts­gruppe beantragte Gebiet soll in den nächsten zehn Jahren mit 2/10 genutzt werden, für das weitere Gebiet wird eine 3/10 Nutzung vorgesehen.

Durch die Absenkung der Nutzung soll der Honigwald langfristig zumindest für die nächsten 80 Jahre gesichert werden. Das Forst­ein­richtungswerk wird alle 10 Jahre neu auf­ge­stellt.


Silbernes NABU-Ehrenzeichen für Heinz Gröschen:

An seinem siebzigsten Geburtstag am 25.10.1998 wird Heinz Gröschen das silberne Ehrenzeichen des Natur­schutz­bundes Deutschland e.V. verliehen.

Der Kreisvorsitzende des NABU Herbert Friedrich überreicht die Aus­zeichnung am Abend des Ehrentages an den Initiator und Mitbegründer der Vogelschutzgruppe.

Verleihung des Silbernen NABU-Ehrenzeichen für Heinz Gröschen

Von links: Ursula Gröschen, Heinz Gröschen, Herbert Friedrich, Gerd Arnold, Jürgen Wolf, Hans-Josef Lang


Trockenstandort ’In der Furthwies’:

Anfang des Jahres 2004 kommt es zum Abschluß eines Pachtvertrages mit der Gemeinde Waldbrunn über den Trocken­standort ’In der Furthwies’ in der Gemarkung Hintermeilingen. Auf dem 0.5 ha großen brach­liegenden Gelände mit Südhanglage wurden immer wieder illegal größere Mengen Bauschutt und Garten­abfälle ent­sorgt.

Um diesen trockenen und schon im Frühling sehr warmen Standort wieder in seinen ursprünglichen Zustand zurück­zuversetzen, werden von der Vogelschutzgruppe um­fang­reiche Aufräum- und Pflegearbeiten durchgeführt. Am ehemaligen Bienenhaus wird eine Nist- und Brutwand für Wildbienen, Schlupfwespen, Florfliegen und andere Insektenarten auf­ge­baut.

Wegen der Südhanglage und des trockenen Bodens zeichnet sich das Gelände vor allem durch das Vorkommen seltener Pflanzen- und Insektenarten aus, die in unserer Gegend sonst nicht an­zu­treffen sind.


Anlegen einer Benjes-Hecke auf dem angepachteten Gelände ’In der Furthwies’ Anlegen einer Benjes-Hecke auf dem angepachteten Gelände ’In der Furthwies’


Vereinsleben:

Die Ortsgruppe Waldbrunn-Hintermeilingen zählt im Jahr 2005 unter dem Vorsitz von Gerd Arnold 148 Mitglieder. Dazu gehören etliche Bürger der umliegenden Ortschaften aus ganz Waldbrunn bis hin zum Elbboden. Naturschutz lässt sich nicht örtlich begrenzen und die Vogelschutz­gruppe steht jedem offen, der Interesse an Natur- und Vogel­schutz zeigt.

Der Verein betreut einige Projekte der ’Natur­land­stiftung Hessen’, die, über das ganze Land verteilt, schutzwürdige Flächen kauft oder pachtet, um sie so vor der Vernichtung zu bewahren. Die anfallenden Pflege­arbeiten werden von der Vogel­schutz­gruppe übernommen.

Desweiteren hat die Vogelschutzgruppe einige Feldholzinseln angelegt und ist darum bemüht, durch das Anpflanzen von Obstbäumen wertvolle Streuobstwiesen-Biotope wiederherzustellen. So wurden unter anderem entlang der ehe­maligen Trasse der Kerkerbachbahn am Runkeler Weg 105 Hoch­stamm-Obstbäume angepflanzt. Auch das Anlegen und Pflegen von Feucht­biotopen gehört zu den Arbeiten der Mitglieder. Weiterhin kauft oder pachtet der Verein schutzwürdige Flächen, um sie im Sinne der Natur zu erhalten.

Seit einigen Jahren organisiert die Vogel­schutzgruppe auch die all­jähr­lich im Frühjahr durch­geführte Aktion ’Saubere Landschaft’ in der Gemarkung Hintermeilingen.

Um das weitere Vereinsleben aktiv zu gestalten, unternimmt die Gruppe jährlich ein bis zwei gemeinsame Wanderungen und etwa alle zwei Jahre einen etwas größeren Ausflug. Zu den Veranstaltungen sind alle Interessierten, Freunde und Bekannte immer herzlich eingeladen.

Die Vogelschutzgruppe ist Mitglied in den folgenden Organisationen:

- Naturlandstiftung ’Hessen’

- Ameisenschutzwarte

- NABU Landesverband Hessen

- NABU Bundesverband


Pflegearbeiten am Grundstück ’Auf der Laag’ im Honigwald Dezember 2003

<h2>Pflegearbeiten am Grundstück ’Auf der Laag’ im Honigwald Dezember 2003</h2>


Waldlehrgang unter sachkundiger Leitung von Alfred Bausch Oktober 2004

Waldlehrgang unter sachkundiger Leitung von Alfred Bausch Oktober 2004


2001     Aktion „Saubere Landschaft“ war leider wieder einmal ein voller Erfolg!

Der NABU Waldbrunn e.V. möchte sich auf diesem Wege bei allen Bürgerinnen und Bürgern für die Teilnahme an der Aktion „Saubere Landschaft“ am 31.03.2001 in Hintermeilingen bedanken.

Allen Vereinen, die Helfer mobilisiert haben, Herzlichen Dank für ihr Engagement. Besonderer Dank gilt der Jugendfeuerwehr, der Jägerschaft und Fam. Peter Gröschen für die Unterstützung zum Imbiss, der „Köchin“ Annelie und der Feuerwehr Hintermeilingen zur Benutzung ihrer Einrichtung.

Wie nötig die Aktion „Saubere Landschaft“ immer wieder ist, zeigt die gewaltige Menge von aufgelesenem Unrat, den gewissenlose Mitmenschen illegal in Wald, Feld und Flur entsorgen. Es stellt sich die Frage, ob diese Mitbürger sich in ihrem „Heim“ auch so verhalten? Oder ob sie sich noch lustig machen über andere Menschen, die diesen Dreck wieder einsammeln?

Leider fanden unsere Helfer auch wieder eine Menge Kunststofffolien und –netze, womit Heuballen abgedeckt und zusammen gehalten werden. Für jeden Handwerker ist es heute selbstverständlich, seine Baustelle aufgeräumt und sauber zu verlassen. Gilt dies für unsere Landwirte etwa nicht? Gerade sie sollten doch Wert auf eine saubere Natur legen, sie leben doch von ihr. Und ich glaube auch, dass sich alle Mitmenschen saubere Erzeugnisse aus einer sauberen Umwelt wünschen.
Die Kunststoffnetze, welche die großen Rundballen zusammen halten, sind besonders für unsere heimische Tierwelt gefährlich. Ein Tier, das sich hierin verfängt, kann sich nicht mehr befreien und verendet jämmerlich.

Gottlob gibt es jedoch noch Menschen, die sich in den Dienst unserer Natur stellen und versuchen unseren Lebensraum sauber zu erhalten. So nahmen an unserer diesjährigen Aktion über 50 Bürgerinnen und Bürger teil. Der von der Gemeinde Waldbrunn zur Verfügung gestellte  Container erwies sich auch in diesem Jahr wieder  als zu klein, ein weiter Hänger wurde noch hoch voll geladen.

Nach Beendigung unserer diesjährigen Aktion trafen sich die Helferinnen und Helfer bei herrlichem Wetter zu einem Erbseneintopf und Umtrunk noch vor dem Feuerwehrgerätehaus.

Nochmals allen ein herzliches Danke Schön!

Herbert Arnold (Pressewart), im April 2001.


2002    Alle Jahre wieder …………

 sind Zeitgenossen unterwegs, die ihre Schweinereien in der freien Natur entsorgen.

 So wurden Mitglieder des NABU – Waldbrunn, Gerd Arnold, Jürgen Wolf und Herbert Arnold bei ihrer diesjährigen Nisthilfen – Kontrolle wieder fündig und entdeckten wild abgelagerten Müll in Feld und Flur, teilweise sogar in einem Naturschutzgebiet. So wurden am Rand des Naturschutzgebietes mehrere Farb- und Ölkanister abgelagert, Ferner wurde Bauschutt einschließlich Eisen – Armierung im Wald entsorgt.

 Wissen diese gewissenlosen Menschen überhaupt, was sie der Natur, den Tieren und Menschen, ja sogar ihren eigenen Kindern hiermit antun?   Erd- und Grundwasserverunreinigungen?    Verletzungen bei Tieren, spielenden Kindern?

 Und die Straßenränder! Fahren sie einmal Fahrrad und schauen in unsere Straßengräben, was dort alles herum liegt. Blechdosen, Plastikflaschen, Zigarettenpackungen und –kippen, Glasflaschen in jeder Variante!

Würden auf all diese Sachen Pfand oder Gebühren erhoben, z.B. „1 Euro“, so würde bestimmt viel weniger auf diese Weise entsorgt, bzw. die Helfer bei den Aktionen „Saubere Landschaft“ hätten einen sehr guten Nebenverdienst.

 Hier sind alle Mitbürgerinnen und Mitbürger gefragt, die Augen offen zu halten und Zivilcourage zu zeigen und diese Übeltäter anzuzeigen, damit diese Schweinereien vielleicht einmal der Vergangenheit angehören.

 Herbert Arnold (Pressewart)




2004     Aktion „Saubere Landschaft

am Samstag, den 20.03.04 in Waldbrunn – Hintermeilingen wieder einmal ein toller Erfolg – und zwar in zweifacher Hinsicht

  1. erfreulich    -        es beteiligten sich auch in diesem Jahr wieder sehr viele Mitbürgerinnen und Mitbürger. Besonders erfreulich war die große Anzahl der Jugendlichen und Kinder.
  2. unerfreulich         -        es wurde wieder ein 10 cbm Container mit Unrat jeglicher Art, den verantwortungslose Zeitgenossen in der Natur entsorgten, gefüllt.

Die Helfer der Aktion Saubere Landschaft 2004 vor gefüllten Container

Ein  Teil  der  fleißigen  Sammler, hauptsächlich  unsere  jüngsten  Helfer  vor dem hochgefüllten Container

Unter der Federführung des NABU Waldbrunn e.V. beteiligten sich ca. 40 Kinder, Jugendliche und Erwachsene an unserer Aktion in Hintermeilingen. Wie nötig diese alljährige Aktion immer wieder ist, zeigt die Menge des gesammelten Unrates wie Glas-, Plastikabfälle, alter Maschendraht, Bauschutt und alte Autoreifen. Besonders schlimm sind Entsorgungen wie Farbreste und Altöl, die unser Trinkwasser vergiften können.

Es ist schon erstaunlich, welche Mühen diese gewissenlose Mitmenschen auf sich nehmen, um ihren Müll in der Natur zu entsorgen.

Im Herbst 2003 wurde der Gemeindeverwaltung Waldbrunn vom NABU bereits eine Liste mit illegalen Ablagerungen übergeben. Diese wilden Ablagerungen wurden von den Mitarbeitern des Bauhofes entfernt, bzw. wurden die Verursacher ermittelt und aufgefordert, diese ordnungsgemäß zu entsorgen.

Ohne diese Aktion wäre ein zweiter Container nötig gewesen. Diese Aufräumaktion kosten die Gemeinde und damit den Steuerzahler, den Bürger, eine erhebliche Menge Geld, dass an anderer Stelle fehlt.

Illegale Müllentsorgung ist also Betrug an der Allgemeinheit.

Der NABU Waldbrunn e.V. bittet alle Mitbürgerinnen und Mitbürger Zivilcourage zu zeigen und Beobachtungen über Umweltfrevel der Gemeindeverwaltung oder der Polizei, Abt. Umweltdelikte in Limburg zu melden.

Nach der Einführung des Dosenpfandes ist dieser Anteil zwar erheblich gesunken. Jedoch wurden viele andere Behältnisse, auf die kein Pfand zu entrichten ist, nach wie vor in der Natur entsorgt. Aus Natur- und Umweltschutzgründen erscheinen eine Ausweitung und Erhöhung des Pfandes dringend nötig.

Mit einem kräftigen Eintopf und einem Umtrunk – bei uns Mehrwegflaschen – wurde allen Helferinnen und Helfern gedankt. Besonderer Dank gilt der FFW Hintermeilingen für die Nutzung des Feuerwehrgerätehauses, der Jugendfeuerwehr, dem Ortsbeirat und der Jägerschaft für die finanzielle Unterstützung zur Helferfeier sowie dem Küchenteam mit Annelie und Sabine. Ebenso den Hobbylandwirten Christian, Walter, Heinz und Ronald, die mit schwerem Gerät – Traktor und Hänger – teilnahmen. Nochmals allen ein herzliches „Vergelt’s Gott“!

Der Vorstand des NABU Waldbrunn e.V.
gez. H. Arnold, 2. Vorsitzender im März 2004.

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